Darunter fallen alle operativen Maßnahmen, die an den
zahntragenden
Teilen der Kieferknochen stattfinden.
Vor einem chirurgischen Eingriff wird mit dem Patienten ein
Aufklärungsgespräch geführt, in dem er über die vorgesehene operative Maßnahme
ausführlich unterrichtet wird und die Risiken des Eingriffes besprochen werden.
Neben dem operativen Vorgehen, den Risiken des Eingriffs und
der Krankengeschichte
des Patienten, wird in dem Vorgespräch über eine mögliche
Arbeitsunfähigkeit,
das Mitbringen einer
Begleitperson und das Verhalten nach der Operation gesprochen.
Das Vorgespräch sollte dazu dienen, dass der Patient die
Notwendigkeit und das Risiko
des Eingriffs einschätzen, sich hierauf
einstellen und danach auch verhalten kann.
Zur Kiefer- / Oralchirurgie gehören u.a.
- Wurzelspitzenresektionen (WSR)
- Weisheitszahnentfernungen
- Schleimhautplastiken
- Knochenverlagerungen
- implantologische Maßnahmen
- Zahntransplantationen
- Zystenentfernungen
- Kieferhöhlenoperationen
- Tumorentfernungen
- Kieferkammoperationen
- Aufbauten des Kiefer mit Eigenknochen oder künstlichem Knochen unter Verwendung von Thrombozytenplasmakonzentrat aus Eigenblut hergestellt (PRP-Platelet-Rich Plasma)
Veranschaulichung einer
Wurzelspitzenresektion (WSR)
Die apikale Entzündung ist die
Reaktion des Organismus auf
verbliebene Bakterien im Wurzelkanal.
In der Folge ersetzt entzündliches
Gewebe (Granulom) den Knochen
an der Wurzelspitze. Die Wurzel-
kanalaufbereitung gelangt nicht
bis zur Spitze. In ungefüllten
Kanalanteilen bleiben Bakterien
zurück.
Nach dem Schleimhautschnitt und
dem Freilegen der Knochenanteile
über der betreffenden Wurzelspitze
wird durch Fräsen der Knochen und
die Wurzelspritze abgetragen und
das entzündliche Gewebe ausgeschabt.
Im Anschluss kann normal über den
Wurzelkanal (orthograd) oder von der
abgetragenen Wurzelspitze her (retrograd)
der Wurzelkanal mit einem geeigneten
Füllmaterial verschlossen werden.